Frankfurt am Main

Das Gallus ist benannt nach der Galluswarte, die Teil der Frankfurter Landwehr war.
 1414 ersetzte der noch heute erhaltene Turm einen hölzernen Vorgängerbau. 1905 fällt der Hof um die Galluswarte dem Straßenbau zum Opfer, der Turm wird restauriert.

Hier eine sehr seltene Aufnahme des Gallustores der Befestigungsanlage, das auf das Galgenfeld führte.

Die Galluswarte hat wiederum ihren Namen vom ehemaligen Galgenfeld, das sich zwischen Stadtmauer und der Galluswarte erstreckte. 
Der Galgen, das sogenannte Hochgericht, Stand auf halber Höhe im heutigen Bahnhofsviertel in der Gegend des François-Mitterrand-Platz (ehemals Blittersdorfplatz). An diesem Knick der heutigen Mainzer Landstraße, jedoch auf der anderen Staßenseite des Galgens, befand sich der dazugehörige Rabenstein, auf dem die Verurteilten geköpft wurden.

Der Spitzname "Kamerun", wie auch "Gallus" entstanden langsam, da der Name für die "Südwestliche Außenstadt" wohl doch etwas umständlich war für die Bevölkerung, die sich nach Ausweisung dieses "Fabrikviertels" in der Bauordnung von 1891 hier arbeitete und sich niederließ.

  Seit 2012 wohne ich nun im "Gallus" in Frankfurt am Main, in dem Stadtteil, indem die ersten Fahrräder in Deutschland gebaut wurden und 1898 die erste Serienschreibmaschine die Adlerwerke verließ. 

Ich selbst lernte das Schreibmaschineschreiben auf der Adler meines Vaters. Köstlich daher dieses Zitat, das mir aus der Seele spricht: 
"Bis zur Erfindung der heutigen Computer, die wiederum verglichen mit den alten Schreibmaschinen einen wahren Segen darstellen, weil sie keine Sehnenscheidentzündungen mehr hinterlassen, weil man Verbesserungen ohne Radiergumme machen und so viel Kopien anfertigen kann wir man eben braucht, sollten allerdings fast weitere hundert Jahre vergehen."
 (aus: "Kamerun - das sind wir" von Irmgard Lauer-Seidelmann)

 Der Computer war dann auch das endgültige Aus für die Adler-Werke.

 Schon immer faszinierte mich die idylische Backstein-Siedlung "Alte Hellerhofsiedlung", ich aus den Fenstern eines Neubaues in der Idsteiner Str. 125 sah und die mich an England oder die Niederlande denken ließ. 2013 zog ich dann in eine dieser Häuser in der Rebstöcker Straße.

Ich wohnte einfach nur hier und arbeitete am Flughafen, aber nach und nach wollte ich mehr wissen, kontaktierte die Geschichtswerkstatt Gallus und erfuhr von einem Artikel über "meine" Siedlung in dem Buch "Kamerun - das sind wir" von Irmgard Lauer-Seidelmann. Das war der Beginn und ich bin sehr dankbar dafür.
 
Da ich damals noch einen Hund hatter besuchte ich immer die Hundewiese im Rebstockpark und im Rahmen dessen erfuhr ich, dass sich dort der Vorgänger des Rhein-Main-Flughafens FRA befand.

Ich war als Fast-Aschaffenburger auch überrascht, dass Frankfurt einmal kurz zum Fürstentum Aschaffenburg gehörte und dass Carl Theodor von Dalberg als dessen Fürstprimas veranlasste, dass die Wallanlagen der Stadt 1806-1812 geschleift wurden. Verrückt die deutsche Geschichte!

1963 fanden im Bürgergemeinschaftshaus Gallus die Auschwitzprozesse statt, nach den Nürnberger Prozessen.

Und wie es bei Geschichte so ist - das eine kommt zu anderen, was ich faszinierend finde.

Frankfurt am Main - eine Stadt der Veränderung, die ich immer mehr lieben lerne.
Liebe auf den zweiten Blick also. 

Auf dieser Homepage will ich mich vorerst, damit ich mich nicht verzettele, 
auf folgende Themen beschränken:
* Alte Hellerhofsiedlung 1901-1904 *
* Straßenbahnbau *
*  Flughafen am Rebstock 1912-1936 *

Wenn Ihr mir Hinweise oder Fotos habt würde ich mich sehr darüber freuen.
Schickt mir doch einfach eine Nachricht an:
Info@FlughafenAmRebstock.org

Zum Thema "Copyright": Bei vielen historischen Photos konnte ich keine Quelle finden. 
Falls ich diese in Erfahrung bringen konnte habe ich diese vermerkt.
Gebt mir bitte Bescheid, wenn ihr eure Foto ohne Angabe auf meiner Homepage findet. 

Danke und viel Spaß :-)